Online-Zeltlager der SHJF – ein erfolgreiches Experiment

Sonntag, 23. August 2020

Besuch beim neuen Christoph 42 in Schachtholm

Jugendfeuerwehr Busdorf bei der Aufgabe zur Sommertour

Mitglieder des JuFo mit der Ankündigung

Orga-Team vor Ort

Was tun, wenn aufgrund der aktuellen Situation Jugendfreizeitfahrten und Zeltlager ausfallen und auch der Jugendfeuerwehrdienst weitestgehend ruht? Man probiert etwas Neues …

So wagte sich die SHJF an ein Experiment, um den Jugendlichen im Land eine Alternative zu bieten – ein Online-Zeltlager. Online und Zeltlager – passt das? Am Anfang war ein weißes Blatt Papier und viele Fragezeichen. Dennoch hat es die Arbeitsgruppe innerhalb von drei Wochen geschafft, ein buntes 4-Tage-Programm auf die Beine zu stellen. Zielsetzung war, sowohl mediale Aktionen durchzuführen als auch zu versuchen, die Jugendfeuerwehren vor Ort mit jugendpflegerischen Maßnahmen einzubinden. Selbstverständlich war ein weiteres Ziel, auch einzelne Jugendliche zu erreichen und Werbung für das schönste Hobby der Welt – Jugendfeuerwehr – zu machen.

Speziell im medialen Bereich zeigten Mitglieder des Jugendforums ihr Können. Neben den Vorankündigungen kümmerten sie sich um die eigenproduzierten Beiträge. Ob Schwedenstuhlbau oder Besuch des neuen Christoph 42 – Vorbereitung, Aufnahme und Schnitt lag vollständig in ihrer Hand. Wo ein direkter Besuch nicht möglich war, wie z. B. bei der DGzRS, wurde Videomaterial angefragt und veröffentlicht. Wahrlich durch die Decke gegangen ist der Beitrag der (Jugend-) Feuerwehr Helgoland. Mit knapp 55.000 Aufrufen nur auf Youtube waren sie der Klick-Hit des Zeltlagers.

Auch das Thema Wettbewerbe, ein Grundbestandteil von Zeltlagern, wurde angegangen. Täglich gab es eine Aufgabe für angemeldete Gruppen und auch eine Sommertour vor Ort wurde durchgeführt. Hier galt es, trotz Corona und mit entsprechendem Abstand, die Jugendlichen nicht nur vor den Monitor oder das Smartphone zu binden, sondern sie auch mal wieder „live“ treffen zu animieren.

Wer braucht schon Tim Mälzer, wenn er Jörg Schlüter vom JFZ und unseren Bildungsreferenten Torben Benthien haben kann? Die Beiden waren für das leibliche Wohl verantwortlich und haben täglich für und mit den Teilnehmern gekocht.

Diese und zahlreiche weitere Beiträge und Aktionen rundeten das Experiment ab.

Auch wenn am Ende nur eine geringe Anzahl von Gruppen offiziell angemeldet waren – die Resonanz auf allen Kanälen war so groß, dass das Ziel dennoch erreicht wurde: den Jugendlichen und Interessierten an vier Tagen ein abwechslungsreiches Programm zu bieten. Und da die Filmbeiträge noch länger verfügbar sind, wird sicherlich auch zu späterer Zeit das eine oder andere Video Einzug in den Übungsdienst halten.

Natürlich hoffen alle, dass zukünftig wieder „echte“ Zeltlager und Jugendfreizeitfahren stattfinden. Aber auch in Zukunft wird diese Art medialer Begleitung sicherlich ein Bestandteil für die Zeltlager der SHJF und vielleicht auch der Kreis- und Stadtjugendfeuerwehren sein.