Person vermisst!

Dienstag, 01. Mai 2018

Im Wald nahe dem Pinnsee bei Brunsmark/Mölln gab es große Aufregung. Mehrere Personen wurden vermisst. Eine nicht alltägliche Übung, welche die JF Schaalsee zusammen mit der Rettungshundestaffel vom ASB Mölln durchgeführt haben. Die Rettungshunde waren aufgeregt und wussten, was gleich auf sie zu kommt. Die Jugendlichen haben sich mit Funkgeräten und Kartenmaterial ausgerüstet, das tiefe Waldgebiet in Abschnitte eingeteilt und mit den Rettungshunden, die schon seit längerer Zeit vermissten Personen, gesucht.

Die Hunde haben einen super Geruchssinn und sind quasi unersetzbar und suchen ihr vorgegebenes Gebiet schematisch ab. Nachdem die Fährte aufgenommen worden ist und der Hund die Person gefunden hat, wird es durch Bellen angezeigt. Durch den ausgeprägten Geruchssinn, ihrer Schnelligkeit, ihrer Suchleidenschaft, Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer sind Hunde bei der Suche nach Vermissten effektiver als eine Menschenkette.

Nun konnten die Jugendlichen die gelernte ‚Erste-Hilfe‘ anwenden. Ist die Person ansprechbar? Sollte dies nicht der Fall sein, muss die Person schnell in die ‚Stabile-Seitenlage‘ gebracht werden. Hierbei wird der Kopf überstreckt, damit die Zunge nicht die Luftwege versperrt. Hat sie sich verletzt, werden Wunden mit Verbandsmaterialien aus dem mitgeführten Notfallrucksack, behandelt. Immer wieder müssen die Jugendlichen die Vitalfunktionen der Person überprüfen. Zwischenzeitlich wird der Notruf über Funk abgegeben und Verstärkung angefordert. Nach eineinhalb Stunden wurden alle vermissten Personen gefunden und die Übung konnte glücklich beendet werden.

Es war eine spannende Sache mit so hochmotivierten Hunden zusammen zu arbeiten und das Strahlen in den Gesichtern der Jugendlichen zu sehen.
Die JF Schaalsee besteht momentan aus 34 Jungen und Mädchen im Alter von 10 bis 18 Jahren und ist eine Gemeinschaft aus mehreren Feuerwehren der Gemeinden Dargo, Salem, Schmilau, Sterley, Brunsmark, Hollenbek, Klein- und Groß-Zecher, Seedorf, Horst und Hakendorf.

Text und Fotos: Andrea Wieser