KFV Segeberg: Brandmanöver der Jugendfeuerwehren

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Ein Brand in einer Lagerhalle mit angrenzenden Gebäuden, sechs Vermisste und eine eingeklemmte Person – So lautete das angenommene Meldebild für eine großangelegte Einsatzübung der Jugendfeuerwehren des Kreisfeuerwehrverbandes Segeberg im Industriegebiet Wahlstedt. 18 Jugendfeuerwehren sowie die Jugendgruppe des THW-Wahlstedt und das Jugendrotkreuz mit 38 Fahrzeugen und 340 Jugendlichen und Ausbildern nahmen daran teil.   
Die Situation auf dem Gelände der Firmen Ardagh Glass GmbH und Simpex-Objekt sah täuschend echt aus. Aus der Lagerhalle traten schwarze Rauchschwaden aus und Explosionen waren zu hören. Drei Löschzüge wurden aus ihren Bereitstellungsräumen abgerufen und wurden auf die Einsatzschwerpunkte „ Menschenrettung“ , „Außen- oder Innenangriff“ und „Löschwasserförderung“ aufgeteilt.  Durch zwei Nebelmaschinen wurde das Brandobjekt mit ungiftigem „Diskonebel“ verraucht, um ein realitätsnahes Einsatzspektrum zu simulieren. Der „Brand“ wurde mit mehreren Trupps im Innen- und Außenangriff mit Riegelstellungen bekämpft. Löschwasser musste dabei aus offenem Gewässer bzw. mehreren Hydranten gefördert werden.        
Mit dem Aufbau eines Schnelleinsatzgerüstes sorgte die THW-Jugend für ein sicheres überwinden eines Zaunes. Anschließend musste zur Rettung eines Eingeklemmten ein Container angehoben werden. Das Jugendrotkreuz übernahm an der provisorisch eingerichteten Verletztensammelstelle die Betreuung und Versorgung der „Verletzten“. Die Koordination zwischen dem Einsatzleiter und den Abschnittsleitern übernahm die Führungsgruppe der Feuerwehr Rickling mit ihrem ELW 1. Nach der Übung gab es eine gemeinsame Manöverkritik des Kreiswehrführers Holger Gebauer und des Kreisjugendfeuerwehrwartes Sebastian Sahling, die sich beide zufrieden zeigten. Auch alle anderen Gäste waren der Meinung, dass die Jugendlichen mit vollem Enthusiasmus bei der Sache waren.